Inspirationen für Ingenieure: KIT-Studenten erleben tollen Studienstart im Europa-Park

Über 600 Erstsemester der Fakultät für Maschinenbau des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) haben am Montag, 16. Oktober 2017, einen Studienstart der besonderen Art erlebt. Im beliebtesten Freizeitpark Europas erhielten die frischgebackenen Studierenden einen faszinierenden Eindruck deutscher Ingenieurskunst und jede Menge Inspirationsobjekte, um mit vollem Schwung in das erste Semester starten zu können. Das KIT, das Mutterunternehmen und der Achterbahnproduzent Mack Rides in Waldkirch und der Europa-Park verknüpfen seit Jahren erfolgreich das theoretische Fundament mit praktischen Anwendungsfeldern der Ingenieurswissenschaft.

In seiner motivierenden Begrüßungsrede appellierte Dr. Volker Klaiber, Direktor Operation & Service des Europa-Park, an die künftigen Ingenieure, mit Disziplin, Leidenschaft und viel Herzblut ihr Studium am KIT in Karlsruhe anzugehen: „Mit dem Europa-Park erleben Sie heute ein lebendiges, emotionsgeladenes Schaufenster modernster Technik. Die gesamte Palette der Ingenieurswissenschaft wird hier vereint und auf unterhaltsame Weise präsentiert. Genießen und wissen Sie diesen `Tag der Inspiration´ für sich zu nutzen.“ Im prächtigen Ballsaal Berlin von Deutschlands größtem Freizeitpark fügte er hinzu: „Unser Land braucht kreativen Technik-Nachwuchs, um sich weiterhin im internationalen Wettbewerb behaupten zu können – bleiben Sie also hungrig, wissbegierig und seien Sie die neuen Pioniere für die Innovationen von morgen!“
Studiendekan Prof. Dr.-Ing. Carsten Proppe von der Fakultät für Maschinenbau am KIT ergänzte: „Sie erhalten in Deutschlands größtem Freizeitpark einen ersten praxisnahen Eindruck vom Berufsfeld eines Maschinenbauingenieurs – und der Spaß kommt bei dieser Veranstaltung sicherlich auch nicht zu kurz.“ Der Geschäftsführer von Mack Rides in Waldkirch, Christian von Elverfeldt, stellte bei seiner Ansprache an die rund 600 Studierenden klar: „In Zeiten des Fachkräftemangels werden Sie und Ihre Fähigkeiten dringend gebraucht. Das Berufsbild des Ingenieurs bietet Ihnen großartige Aufstiegschancen – auch um den Technologie-Standort Deutschland zu bewahren.“

Tüftelaufgabe mit Spaghetti und Marshmallows

Die gekonnte Mischung aus Technik und Emotionen bekamen die Gäste unter anderem in Form von akrobatischen Meisterleistungen der Künstlerinnen und Künstler des Europa-Park vorgeführt. Nach dem attraktiven Show-Programm sahen sich die Erstsemester mit einer technischen Herausforderung konfrontiert. Die Konstruktion eines möglichst hohen, freistehenden Turms aus Spaghetti und Marshmallows – dem sogenannten „Eurotower“ – war die Aufgabe, die die Studenten tüfteln und grübeln ließ. Nachdem einer Gruppe der Bau mit einem bravourösen Rekordergebnis von 1,51 Metern Höhe gelang, konnten die angehenden Akademiker die Attraktionen des weltweit besten Freizeitparks entdecken.
Bei der Erkundung der über 100 Attraktionen und Shows in Deutschlands größtem Freizeitpark war eine Fahrt mit der innovativen VR-Achterbahn „Alpenexpress Coastiality“ für die Gewinnergruppe ein ganz besonderes Highlight – dank einer „Virtual Reality“-Brille erleben die Fahrgäste vor ihren Augen eine fantastische 360-Grad-Animation von MackMedia, während klassische, physische Achterbahnelemente wie Fahrtwind und Fliehkräfte spürbar bleiben. Weitere Inhalte des Sieger-Pakets waren die Besichtigung und der Flug mit dem größten Flying Theater des Kontinents, dem Voletarium, und ein Blick hinter die Kulissen der beliebten Katapultachterbahn „blue fire Megacoaster powered by GAZPROM“. Hierbei war es den Studenten möglich, aus unmittelbarer Nähe höchste Ingenieurskunst aus dem Hause Mack Rides zu begutachten – Themenfelder wie Mechanik, Elektronik, Hydraulik, Sonderkonstruktionen und weitere technische Bereiche sind darin vereint. Der Nachwuchs zeigte große Begeisterung für die prestigeträchtigen Innovationen und Entwicklungen und war von der Vielfalt der ingenieursbasierten Schaffenskraft äußerst beeindruckt.
Zwischen Dr.-Ing. h.c. Roland Mack, Inhaber des Europa-Park, und dem KIT besteht eine besondere Verbindung: Von 1969 bis 1974 studierte der Mitgründer des Europa-Park selbst an der Technischen Universität Karlsruhe – dem heutigen KIT. Das Studium schloss er als Diplom-Ingenieur der Fachrichtung Allgemeiner Maschinenbau ab und war von 2003 bis 2009 Mitglied des Universitätsrats. Seit 2012 fördert er besonders talentierte Bachelor-Studenten mit dem „Roland-Mack-Maschinenbau-Stipendium“.
Auch Jürgen Mack, Inhaber des Europa-Park und Bruder von Roland Mack, studierte an der Universität Karlsruhe von 1978 bis 1986. Er schloss das Studium als Diplomingenieur der Fachrichtung Wirtschaftsingenieurwesen ab.

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